Umgebindehäuser waren der typische Baustil in der Oberlausitz.
In ihnen wohnten die Arbeiterfamilien.
Im 18 Jh. verbreitete sich die Hausweberei, der Baustil der Umgebindehäuser
bot gute Vorraussetzungen für dieses Handwerk.

Die Baukonstruktion mit dem typischen Holzbögen an den Fenstern dämpften die Erschütterung durch ein leichtes federn ab sodas die obere Zone des Hauses nicht mit erschüttert wurde, und auch kein anderer Schaden dadurch entstehen konnte.
Der Webstuhl an dem die Familie den ganzen Tag arbeitete, stand in der Stube, im Untergeschoss des Hauses. Sein Betrieb hätte bei anderen Baustilen das ganze Haus erschüttern lassen.



Die Weberei nutzte diesen Vorteil für sich, dadurch war die schnelle Verbreitung der Weberei in der OL möglich. Jedoch war dieses Handwerk nicht der Grund warum diese Bauform entstanden war.

Die Bauform des Umgebindehauses verbindet zwei Baustile gleichzeitig, zu einem den Blockhausstil und zum anderen den des Fachwerkhauses.
Diese Häuser gab es schon viel eher als das Webereihandwerk.



Die Umgebindehäuser sind in verschiedene Formen zu finden, auch hat jede Region der OL seinen eigenen Baustil. Jedoch findet man diese Häuser nur hier sowie im tschechischen und polnischen Teil der Oberlausitz.








Schöne Oberlausitz - Denkmaldorf Obercunnersdorf

Das Dorf liegt in der Nähe des Berges Kottmar, in der romantischen Landschaft des Oberlausitzer Berglandes.


Schunkelhaeusel
Das Schunkelhäusel wurde im 19 Jh auf kleinster Fläche erbaut. Den Schrägen des Bodens und des Bachufers angepasst.
Es droht zu schauckeln, zu schunkeln wies der Volksmund sagt. Bewohnt war es bis 1991.


Obercunnersdorf ist ein Denkmaldorf.
Nur noch hier findet man so viele originalgetreue Umgebindehäuser welche eng aneinander stehen.
So wie sie früher das Bild der Oberlausitzer Dörfer prägten.
Dank des Denkmalschutzes bleibt uns dieses Bild auch in Zukunft erhalten.














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