Achtung was gehoert dazu

Das Gegenteil von Achtung

























Höflichkeit


Das ist dazu bei wikipedia zu lesen:

Die Höflichkeit ist eine Tugend, deren Folge eine rücksichtsvolle Verhaltensweise ist, die den Respekt vor dem Gegenüber zum Ausdruck bringen soll.

Im Gegensatz zur Freundlichkeit, mit der man vertraute Menschen behandelt, ist die Höflichkeit stark durch gesellschaftliche Normen und Umgangsformen geprägt und drückt sich oft durch respektvolle Distanz aus. Je nach Kultur und Epoche finden sich jedoch sehr unterschiedliche Ausprägungen dessen, was als höflich gilt. Allgemein gültige Höflichkeitsregeln, die für alle Kulturen gelten, lassen sich daher nicht finden. Eine gerade nicht distanziert-kühle Höflichkeit wird auch als "Herzenshöflichkeit" bezeichnet (vgl. das Taktgefühl). Historisch entwickelte sich die Höflichkeit im Prozess der Zivilisation (Norbert Elias) im spätmittelalterlichen Übergang zur Neuzeit, zuerst bei Hofe, wo die Rohheit und Gewalttätigkeit des Feudaladels zur höfischen Courtoisie des Hofadels gebändigt wurde.

Das Gegenteil ist die Rücksichtslosigkeit ihre Unterarten.
Sie zeigt sich entweder in : Rohheit oder Ungeschliffenheit, in Mangel an Erziehung oder in der Naturanlage begründet; oder
Grobheit, d. h. absichtlicher Vernachlässigung der Höflichkeitspflichten.




Anstand bezeichnet gute Sitte bzw. ein bewusstes Benehmen, dessen Zweck in der Zügelung des individuellen Hochmuts besteht. Mit Anstand als Einstellung und als Verhalten respektiert der anständige Mensch die Persönlichkeit des Gegenübers und achtet darauf, dass sein Gegenüber nicht bloßgestellt oder benachteiligt wird. "Anstand" kann erlernt, jedoch nicht reglementiert werden. Im Unterschied zur bloß äußerlichen Aneignung regelgerechter Umgangsformen bzw. formaler Höflichkeitsprinzipien ist "Anstand" die auf der Freiheit und Urteilskraft der sittlichen Person beruhende Wahl einer Haltung, welche auf Anerkennung und Aneignung des grundlegenden Wertes der "Menschlichkeit" (Gleichheit, Würde), sowie der gefühlten Verpflichtung gegen diesen in Verhalten und Handeln beruht.

Anstand ist ein zentraler Begriff von Sitten- und Tugendlehre(n), von Moralphilosophie resp. -theologie. Er zielt auf eine moralische innere Einstellung und entsprechendes gesellschaftsverträgliches bzw. -förderliches Verhalten (Manieren etc.), wobei die Achtsamkeit gegenüber anderen Menschen und Lebewesen und die Zügelung des Hochmuts, der Selbstüberschätzung, des Egozentrismus und des Animalischen im Menschen im Zentrum der Intentionen steht. Gemeinsam mit anderen moralischen Kategorien unterliegt der Begriff Anstand geschichtsbedingten Interpretationen und ist aufgrund verbreiteter Unkenntnis seines Bedeutungsgehalts leicht instrumentalisierbar, umdeutbar und dem Missbrauch preisgegeben, insbesondere wenn er sich gleichsam als maskierter Hochmut darstellt, obwohl er diesen ja eigentlich zu zügeln sucht.

Nicht selten bezeichnen sich Menschen selbst gegenüber anderen als anständig, obwohl sie in Wahrheit dadurch nichts anderes zum Ausdruck bringen wollen, als dass sie die Lebens- und Verhaltensweisen eines Gegenübers zutiefst verachten. Wahrer Anstand ist demgegenüber niemals auftrumpfend, sondern im Gegenteil von überlegter Zurückhaltung und vernünftiger Selbstbeherrschung - dem Gegenteil von zügelloser Vulgarität - geprägt. Die Verletzung der jeweils geltenden Anstandsregeln ist bei den meisten Menschen mit Schamgefühl verbunden ("das genierte Wesen, wenn man besorgt ist, einen schlechten Anstand zu zeigen"[Kant]), charakterlich bedingte oder antrainierte Schamlosigkeit hingegen gibt der Außerachtlassung von Anstand und damit subjektiver Willkür freies Geleit.



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