Die Abkürzung



Tom hatte Marlena zu einer Bergwanderung eingeladen. Sie fuhren mit dem Auto bis zum Wanderparkplatz auf halber Höhe des Berges von hier aus ging es auf Schusters Rappen weiter. Ein Wanderschildchen versprach, in 20 Minuten am Ziel zu sein. Tom kannte den Berg, er war schon einige Male hier gewesen. Um schneller voran zu kommen sagte er zu ihr: "Ich kenne eine Abkürzung."
Marlena war es recht, denn steil nach oben führte der Weg. Sie verließen den Wanderweg. Tom führte sie einen kleinen Pfad entlang. Es lief sich schön, bis er Mitten im Wald endete. Beide schauten sich um, doch hier war Endstation.
"Was nun?" fragte sie ihn. Tom kratzte sich verlegen am Kopf ihm war es sichtlich peinlich sie in die Irre geführt zu haben.
"Wenn wir zurück gehen, verlieren wir viel Zeit. Gehen wir doch hier einfach, ohne Weg weiter", sagte er. Marlena stimmte zu.
Über Wurzeln und Steine, durch Dickicht und Gestrüpp kämpften sich beide bis zur Bergspitze vor. Marlena schaute auf ihre Armbanduhr, sie waren zwei Stunden unterwegs. Doch etwas Gutes hatte der Umweg, sie hielt einen Beutel gefüllt mit essbaren Pilzen in der Hand. Marlena sagte zu ihm:
"Mit dir komme ich nicht mehr mit, wenn du mir eine Abkürzung vorschlägst."
Beide lachten, machten eine Rast und wählten als Heimweg den normalen Wanderweg.













Picknick im Park



Swenja kannte eine alte Parkanlage in der viele uralte Bäume standen. Einige Teiche befanden sich in diesem. Zum Park gehörte ein altes verlassenes Schloss, es hatte seine Glanzzeiten bereits hinter sich gelassen. Hierher kam sie gerne zum relaxen.

Eines Tages hatte sie Norbert ihren Freund zu einen Picknick im Grünen eingeladen. Swenja hatte eine Decke mitgebracht, die sie ins hohe Gras legte. Beide genossen die mitgebrachte Speisen aus dem Picknick Körbchen. Nach dem Essen machten sie es sich auf der Decke gemütlich und erzählten sich über dies und das. Es war wunderbar entspannend. Das zirpen der Grillen wiegte sie in den Schlaf. Es war ein warmer Tag gewesen auf dem ein lauer Abend folgte. Als sie erwachten der Mond bereits über die Baumkronen schaute.

Swenja kannte den Park, sie ging auf den Weg zurück, der Mond leuchtete ihr den Weg. Sie wusste viele große Teiche gab es im Park, um diese Jahreszeit waren sie bewachsen mit Entengrütze. Sie sagte Norbert dass er ihr folgen sollte, doch er hatte andere Pläne. Er entschied sich für den Weg über die Wiese, nichts ahnend von den Teichen bis zu jenen Moment. Es plumpste und er fiel Kopfüber ins Wasser.

Swenja kam heran geeilt und sah wie etwas aus dem Wasser ans Ufer kroch. Von seinen Kopf hingen in langen Fäden grüne Algen, wie Nixenhaare herunter.
"Ein Wassermann!", war ihr erster Gedanke, den sie sofort verwarf als sie Norbert schimpften hörte. Sie musste lachen zu komisch sah er aus, überall klebte Entengrütze an ihm.

Norbert wars nicht zum lachen zu mute, er schaute an sich herab, das Wasser tropfte von ihm herunter und bildete kleine Pfützen wo er stand. Er schaute nach vorn, das Wasser hatte sich geglättet, es sah wieder aus wie eine grüne Wiese auf der das Mondlicht fiel. Obwohl es für Norbert im Moment ärgerlich war, fand er es im Nachhinein doch auch lustig.








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© Lorena Fuchsberg 2019