Auszüge aus dem Buch: "Alte Sagen - Neu Entdeckt".

Das Buch beinhaltet 34 Sagen, und hat 64 Seiten. Es ist ein Lesespaß für Jung und Alt.



Der wilde Raubritter des Hutberges
Wenn in den Walpurgisnächten, die Feuer gleich düsterer glühender Teufelsaugen in die Dunkelheit der Nacht hineinleuchten, dann gib gut acht! All die verbannten Geister sind nun auf den Weg, bis früh 5 Uhr haben sie Zeit. So geschehen auf dem Hutberg bei Herrnhut in dieser Nacht unerklärliche Dinge. Ein fürchterliches Toben, ein Johlen und Jagen von schattenhaften Gestalten. Eine Sage erzählt: Das ist der ruhelose Geist des Raubritters, der einst hier gewohnt. Er besaß eine stolze Burg, mit tiefen Kellern, damit sich das Schätzesammeln lohnt. Hier hortete er seine geraubten Schätze bis zum Tod. Selten kam ein Händlerwagen an ihm ungeschoren vorbei, alle raubte er aus, das war ihm einerlei. In seinen Schätzen wühlte er oft, seine größte Freude war das. Doch seine Gier wurde bestraft, der Teufel kam vorbei und mauerte ihn im eigenen Burgkeller ein. Das sollte die gerechte Strafe für sein Handeln sein. Die Burg ist verschwunden, sie sieht man nicht mehr, der Burgherr schmachtet bei seinen Schätzen seither. Nur in der Walpurgisnacht darf er hinaus, sind die Feuer verglommen, muss er zurück in sein unterirdisches Verlies.





Ein Geschenk vom Buschweiblein
Eine jungen Frau begegnete einst ein Buschweiblein im Wald. Sie gab ihr etwas Flachs und sagte zu ihr: „Spinne es mir, du bekommst auch einen Lohn dafür!“ Die Arbeit ging schnell voran, binnen kurzer Zeit sie hielt ein Knäuel Garn in der Hand. Das Buschweibchen bedankte sich bei ihr und gab ihr einen Knäuel Wolle als Lohn dafür. Dazu sagte sie: „Stricke davon soviel du willst, es hört niemals auf, außer wenn du nach dem Ende schaust!“. Das Knäuel reichte lange, lange Zeit. Bis zu dem Tag als die Neugier über sie kam und sie nach dessen Ende schaut. Noch ehe sie es sich versehen, war das Ende schon zu sehen. Das Knäuel war aufgebraucht.







Der Wassermann und die Angler
In der schwarzen Elster bei Wittichenau gibt es eine tiefe Stelle, an dieser saßen Angler gerne. Stundenlang warteten sie darauf, das ein fetter Karpfen wurde ihr Abendmahl. Ein Wassermann einst dort gewohnt, für Schabernack er war bekannt. Wenn es ihm zu langweilig wurd, er an den Angeln der Angler zog. Erfreut zogen sie heraus ihren Fang, statt eines Fisches ein alter Schuh hing daran. Doch half er auch manch fleißigem Mann, an dessen Angel hing er fette Karpfen und Hechte dran.







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